Samstag, 25. August 2007

mein erster Elch...

Der Tag, an dem ich meinen ersten Elch gesehen habe, war gleichzeitg der Tag, an dem ich zum ersten Mal den Schwedischkurs in Ö`vik ("Örnsködlvik"-die Schweden neigen dazu all ihre langen Nahmen abzukuerzen...nun stellt sich die Frage:"Warum dann nicht gleich kurz?"-ich weiss es nicht, die Schweden haben so ihre Eigenarten, wie z.B gesuesstes Brot und gesalzene und extra gesalzene Butter...) besucht habe...

Wir sassen nichts ahnend im Taxi auf dem Weg zur Schule, als Jasser mir plötzlich seinen Ellbogen in die Seite rammte und schrie: "An elli, an elli!"
Und tatsächlich, nachdem ich es geschfafft hatte meinen irgendwie festgezogenen Anschnallgurt zu lockern, sah ich eine prächtige, wie Jasser behauptete, relativ kleine Elchkuh am Strassenrand stehen! Einfach fantastisch!

Etwa eine Stunde später kamen wir dann, nachdem wir zuvor in einen Bus umgestiegen waren, in der Schule an...wir machten und auf den Weg zum Sekreteriat, was sich als nicht so einfach heraus stellte, da alle, eventuell hilfreichen Schilder natuerlich in schwedisch waren...fanden es dann aber nach eineigen Umwegen und wurden auch sofort in anderes Gebäude am anderen Ende des Schulgeländes geschickt.
Dort angekommen stellte sich heraus, dass wir falsch waren, denn es handelte sich um ein Gebäude, in dem zwar Sprachkurse stattfanden, allerdings war ein Mindestalter von zwanzig jahren vorgeschrieben...also wieder zurueck!
Im Sekreteriat angekommen erklärten wir der dort tätigen Frau unsere Sachlage und wurden auch sofort von einer anderen Frau einen Stock höher gefuehrt zu unserem Klassenraum.
Wir fanden eine vierköpfige Klasse vor uns und eine Lehrerin, die sich als "Akki" vorstellte.
Und unsere ersten Stunden begannen....

Samstag, 18. August 2007

Willkommen in Trehörningsjö-the middle of nowhere

Der 07.08.07....wohl der schlimmste und gleichzeitig aufregendste Tag meines Lebens!
Nach der Ankunft am Hamburger Flughaven und dem darauf folgendem checkin standen uns etwa drei Stunden Warterei auf den so lang ersehnten und doch gefuerchteten Flug bevor-schrecklich!!
Nach dem dann unvermeidbaren und herzzerreissendem Abschied, der mich innerlich zum boykottieren zwang, machte ich mich auf den Weg zu meiner Maschine- mit dem Bus wohlgemerkt, nicht wie mein Vater mir zuvor prophezeit hatte:"du musst nur durch einen Tunnel gehen und dann bist du schon im Flugzeug..."-nein, es handelte sich um einen wirklich kleinen, alten und fuer mich nicht so vertrauenserweckenden Flieger, der mich aber sicher nach Koopenhagen brachte.
Nun, dachte ich, sei das Schlimmste ueberstanden. Weit gefehlt! Der Flieger nach Stockholm hatte gut eine Stunde verspätung! Somit hatte ich also in Sockholm nur zehn Minuten Zeit um zum Gepäckband zu rennen, anschlissend dann samt meines Gepäcks zum Zoll zu flitzen und dann in den Flieger zu steigen.
Wie sollte es auch anders sein, mein Gepäck war nicht auf dem Gepäckband. Ich rannte also zur Information, versuchte, nach Luft ringend und in gebrochenem Englisch, den Stand der Dinge zu erklären, um dann als Antwort zu erhalten : "If you run you will get your plain!"
Alles klar, gute drei Minuten um ueber den gesamten Flughaven zu laufen, natuerlich mir einigen Umwegen, denn woher soll ich in der Hektik den richtigen Weg wissen bzw. sofort finden...brauchte etwa fuenf Minuten, aber da es sich zum Glueck wieder um einen dieser kleinen Flieger handelte, warteten sie auf mich!An dieser Stelle DANKE!
Nun sass ich völlig durchgeschwitzt im Flugzeug, musste einige sparsame Blicke und Kommentare der Stewardessen ueber mich ergehen lassen und war den Tänen nahe...
Angekommen am Flughaven von Örnsköldsvik erklärten sie mir, dass sie mein Gepäck am folgendem Tag per Taxi zu meinem Appartment bringen wuerden. Als Entschädiging erhielt ich einen kleinen Kulturbeutel mit allem, was eine Frau fuer eine Nacht braucht...Anschliessend lernte ich dann meine Mentorin Emma und ihren Lebensgefährten kennen.
Sie waren beide sehr nett, doch vor lauter Aufregung konnte ich ihnen leider nur halb so viel Aufmerksamkeit, wie sie eigentlich verdient hätten,schenken-ich war fertig mit den Nerven!!
Nach etwa einer halben Stunde kamen wir dann in Trehörningsjö an. Emma zeigte mir meine zukuenftige Arbeisstelle und brachte mich dann anschliessend in das Arppartment, in dem ich fuer`s erste mit drei weiteren Freiwilligen untergebracht war-mir wurde sofort erklärt, dass diese Wohnung nur eine Uebergangslösung sei und wir umziehen wuerden, da wir Mädchen uns zur Zeit ein Zimmer teilrn muessen...
Nachdem Emma an die Tuer des Appartments geklopft hatte, wurde diese von einem suedländisch aussehendem Jungen geöffnet. Er stellte sich als "Burhan" vor und sagte er käme aus der Tuerkei. Ihm folgte ein Mädchen-Monica aus Polen.
Sie erklärten mir, dass Jasser, der Junge aus Belgien, gleich kommen wuerde, was auch gaschah....wir unterhielten uns noch ein wenig und dann ging ich auch völig erschöpft ins Bett.
Das war der erste Tag meines Abenteuers und nun, nach fast zwei Wochen Aufenthalt in Schweden,muss ich sagen, dass das jetzt immer wieder aufkommende Heimweh wesentlich schlimmer ist, als der Anreisetag!!!Ich vermisse euch alle so unendlich!!!

Freitag, 3. August 2007

Alles klar...

So, nun ist es so weit...mein Ausreisedatum steht fest! Am Dienstag den 07.08.2007 fliege ich ab Hamburg über Koopenhagen, weiter nach Stockholm, um schließlich in Örnsköldsvik zu landen. Dieser kleine,nicht internationale- wie mir oft in den verschiedensten Reisebüros erklärt wurde- Flughaven liegt etwa 35 Minuten von meinem Aufenthaltort für die nächsten 12 Monate entfernt.
Ich kann natürlich noch nicht sagen, was genau mich dort erwartet, doch hoffe ich, dass all der Stress, der mich und meine Familie die letzten Tage begleitet hat, es wert war....:-)(ich hab schon wieder Haarausfall....)
Die letzten Tage werde ich wohl mit Koffer Ein-und wieder Auspacken, um ihn dann wieder einpacken zu können, verbringen. Auch nicht gerade entspannend....aber ich wollt es ja nicht anders...und neben all den sorgenvollen Gedanken, wie Angst vor allem was kommen mag und Heimweh, welches sich auch jetzt schon bemerkbar macht, muss ich zugeben, dass hin und wieder ein klein wenig Vorfreude und Neugier sich in meinen Hirnwindungen blicken lassen, was mein gestresst dreinblickendes Gesicht vor der Öffentlichkeit durchaus zu verbergen mag :-)